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BordeauxChâteau de Fargues

Das Château de Fargues ist ein Sonderfall im Bordeaux, denn die Domäne gehört seit 1472 der Familie Lur Saluces. Die Mauern des 1306 errichteten Schlosses bezeugen den hervorgehobenen Platz, den das Château in der Geschichte eingenommen hat. Es wurde vom Cardinal Raymond Guilhem de Fargues konstruiert, einem Neffen Klemens V. Im Laufe der Zeit weitete die Familie Lur Saluces seinen Besitz stetig aus und kaufte weitere Châteaus wie etwa Coutet, Filhot, Malle oder Yquem.

Die Fläche der Domäne erstreckt sich über 150 Hektar, von denen allerdings nur 15 mit Rebstöcken bepflanzt sind. Der Rest ist von Wäldern, Kulturland, Teichen und Wiesen bedeckt. Dieses reiche Ökosystem ist auch der Qualität des Weins sehr zuträglich.

Die Weinlese gestaltet sich mit dem Wissen aus 500 Jahren extrem selektiv, die Erträge werden auf maximal acht Hektoliter pro Hektar begrenzt. Nur die bereits komplett von Edelfäule befallenen Trauben werden eingesammelt, weil hier die natürliche Konzentration von Zucker 20 potenzielle Prozent Alkohol enthält. Diese sehr kostspielige Entscheidung wird aufgewogen durch eine unglaubliche Lagerfähigkeit, die ein Jahrhundert überschreiten kann und den außergewöhnlichen Widerstand gegen extreme Temperaturen und Feuchtigkeit. Der Wein gärt in neuen Fässern und danach reifen die verschiedenen Weine drei Jahre lang, während denen regelmäßig Auffüllungen und Abstiche vorgenommen werden. Das Resultat ist ein wahrhaft großer Wein, dessen extreme Subtilität auf ein Maximum gebracht wurde.